Die 257 ha der Rebfläche von Bern sind auf drei verschiedene Regionen verteilt:
Bielersee / Jolimont (241 ha). Im Gegensatz zum Rest des Kantons sind die Winzer dieser Region französischsprachig. Am linken Seeufer breiten sich die Rebberge zwischen La Neuveville und Biel aus und machen sich die Rückstrahlung des Sees und der Felsen zunutze. Am rechten Seeufer befinden sich verschiedene Weindörfer wie Iris, Tschugg und Cerlier.
Das Thunerseegebiet (14 ha) mit seinen zwei Regionen (Spiez und Oberhofen) zählt schon zur Ostschweiz.
Das Laufental (Zwingen) ist ein kleines Weinbaugebiet (2 ha) in der Nähe von Basel und gehört ebenfalls zur Ostschweiz.
In diesen drei Regionen werden Weine mit 16 verschiedenen Ursprungsbezeichnungen produziert, die den Namen des jeweiligen Produktionsorts tragen.
Klima
Jede dieser drei Regionen weist ihre eigenen klimatischen Eigenschaften auf. Das linke Seeufer des Bielersees kommt in den Genuss einer starken Sonneneinstrahlung. Die Ausläufer des Jolimonts am rechten Seeufer sind gegen Süden gerichtet. Die Südseiten des Thunersees auf 600 m Höhe unterliegen dem Einfluss des Föhns. Die Weinberge an den Steilhängen des Laufentals (bis zu 45% Neigungswinkel) sind ebenfalls nach Süden ausgerichtet und windgeschützt.
Bodenbeschaffenheit
Die Böden im Laufental und am rechten Bielerseeufer sind stark kalkhaltig. Am rechten Bielerseeufer und auf der St. Petersinsel findet man Molasseböden. Die Weinberge der Thunerseeregion bestehen aus felsigen Böden mit einer dünnen Schicht Ackerland.